Landeskirchliche Gemeinschaft und EC-Jugendarbeit Brackel e.V.

Glauben leben

Das Kreuz und WIR!

Gemeinschaftspastor Bernd Wahlmann hat eine Predigt zu Karfreitag 2020 vorbereitet..

Hallo Ihr Lieben,
heute ist einer der wichtigsten Feiertage unserer Kirche. Im Englischen heißt der ganz anders als bei uns: Good Friday – Guter Freitag. Es ist ein guter Tag für uns, weil Gott uns da den Weg zu sich frei gemacht hat. Ich wünsche Dir, dass du diesen Karfreitag als „Guten Freitag“ erlebst.
Ich möchte diese Predigt mit einem Gebet beginnen:
Herr Jesus Christus, zu dir komme ich jetzt. Ich vertraue dir, dass du da bist. Du sagst, dass du über alles der Herr bist. Das will ich jetzt in meinem Herzen festhalten. Ich möchte auf dich sehen, vor dir still werden Und innerlich zur Ruhe kommen. Amen.

„Jetzt zählt das Wir. Danke für so wenig Kontakte wie möglich.“ schreibt die Bundesregierung in Anzeigen. Stimmt: Jetzt zählt das Wir.
Zusammenhalt ist in der Corona-Krise besonders gefragt. Aufeinander Rücksicht nehmen. Abstand halten, um andere zu schützen. Komisch, dass es heute ein Ausdruck von Fürsorge und Solidarität ist, wenn wir einander aus dem Weg gehen. Zusammenhalt zeigt sich in vielen anderen Dingen – wie Annabell Behrmann im Hamburger Abendblatt bemerkte: „Rentner nähen Gesichtsmasken für Krankenhäuser. Nachbarn gehen für Ältere einkaufen. Ärzte und Pflegende riskieren für ihre Patienten ihr Leben. Die Frage „Wie geht es dir?“, die oft nur aus reiner Höflichkeit gestellt wurde, gewinnt ihren Wert zurück. Wir beginnen wieder, uns ehrlich füreinander zu interessieren. … Ich wünsche mir, dass wir uns das Mitgefühl für andere bewahren. Dass wir Kassierern, Busfahrern und Erziehern noch häufiger ein Lächeln schenken, weil wir endlich begriffen haben, was sie leisten.“
Unser Zusammenhalt ist aber auch gefährdet. Denn mehr und mehr sehen wir andere Menschen als Ansteckungsgefahr, als potenzielle Virenschleudern. Sie könnten ja COVID-19 übertragen. Annabell Behrmann beschreibt das so: „Am Wochenende kam mir eine junge Frau auf dem Gehweg entgegen. Als sie nur noch wenige Meter von mir entfernt war, atmete sie tief ein. Offensichtlich hielt sie die Luft an, während sie an mir vorbeiging. Ein Paar wechselte die Straßenseite. Andere Fußgänger liefen einen weiten Bogen um mich. So wie ich um sie. Beim Bäcker hielt eine Dame, die hinter mir in der Schlange stand, fünf statt zwei Meter Sicherheitsabstand. Um Mund und Nase hatte sie einen dicken Schal gewickelt. Ihr Blick verriet, wie unwohl sie sich fühlen musste, unter Menschen zu sein. Nicht nur das Coronavirus ist gerade unser aller Feind. Auch die Angst.“
Jetzt zählt das Wir. Zusammenhalt ist gefragt. Ich möchte dir heute, am Karfreitag, von dem Gott erzählen, der wie kein anderer Zusammenhalt mit uns gelebt hat. Jesus hat keinen Sicherheitsabstand zu uns Menschen gehalten. Er hat keinen Bogen um uns gemacht. Er war da, mitten unter uns. Und ist es auch jetzt.
Jesus interessiert sich für dich. Er fühlt mit dir. Karfreitag zeigt dir einen Gott, der nicht nur sein Leben riskiert für dich, er gibt es für dich her.
Am Karfreitag denken wir an Jesus. Dem hatten sie eine Corona, eine Krone, auf den Kopf gedrückt. Aus Dornen. Jesus ist mit dieser Corona am Kreuz gestorben. Ich möchte euch zeigen, dass wir darin Gottes totale Verbundenheit mit uns sehen können. Gott hält zu uns. Und ich möchte mit euch heute entdecken, was das Sterben von Jesus für den Zusammenhalt in unseren Gemeinschaften bedeutet, für unser WIR.
Wie Jesus für uns gesorgt hat, zeigt dir ein kleiner Bericht aus dem Johannesevangelium. Joh. 19, 26-27: Als Jesus seine Mutter dort neben dem Jünger stehen sah, den er lieb hatte, sagte er zu ihr: »Frau, das ist jetzt dein Sohn.« 27 Und zu dem Jünger sagte er: »Das ist nun deine Mutter.« Von da an nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus.
Zusammenhalt ist schwierig, wenn es tolle Appelle gibt, aber jedes Bundesland + jede Nation zuerst an sich denkt. Wenn der eine abgibt und der andere hamstert. Wenn alle einander misstrauen … Aber wo Jesus ist, schafft er Gemeinschaft. Da ist Zusammenhalt. Und es ist wichtig, dass diese tiefe Gemeinschaft hier unter dem Kreuz entsteht. Wie entsteht wirklich Zusammenhalt?
1) Zusammenhalt entsteht, wo wir die Hilfe von Jesus annehmen. Corona macht uns alle ziemlich hilflos. Wir persönlich können wenig tun. Nur unsere Kontakte einschränken, Gesichtsmasken tragen. Trotzdem kann uns das Virus irgendwann erwischen. Wir wissen nicht, wie schwer dann der Krankheitsverlauf sein wird. Wir fühlen uns ziemlich klein und ohnmächtig gegenüber dieser Bedrohung. Wir brauchen Rat von Virologen. Wenn wir selbst schwer betroffen sind, brauchen wir Hilfe von Ärzten. Irgendwann wird es Hilfe durch Impfstoffe und Medikamente geben.
Johannes und Maria können nichts für Jesus tun. Sie sind hilflos gegenüber der Brutalität, die sich an Jesus austobt. Sie können die Gewalt nicht verhindern. Und sie sind hilflos gegenüber dem Gerichtsurteil Gottes, das hier vollstreckt wird. Es ist Gottes Urteil über uns rebellische Menschen. Wir denken immer, wir kommen alleine klar. Wir brauchen keinen, auch nicht Gott. Wir sind gut und wissen, was gut und richtig ist. Und wir merken oft gar nicht, welchen Schaden wir anrichten. Wir übersehen unsere Verachtung für manche Menschen. Wir pfeifen auf Gottes Liebe. In Jesus verurteilt und verstößt Gott stellvertretend uns Menschen. Uns trifft es nicht – weil Gott uns liebt. Es trifft Jesus mit voller Härte. Gott trifft sich selbst. Jesus erlebt ganz massiv, wie es ist, völlig von Gott, seinem Vater, getrennt zu sein. Da können wir nur dabei stehen. Unterm Kreuz trifft sich die Gemeinschaft der Hilflosen. Und das ist gut so. Denn nur die Hilflosen erleben, welche Wirkung das Sterben von Jesus hat. Wenn du zu Jesus sagst: „Ich kann mir nicht selbst helfen“ – dann bist du bereit, dir die totale Hilfe Gottes gefallen zu lassen. Dann kannst du es annehmen, dass Jesus dort an deiner Stelle gestorben ist. Damit ist für dich alles gut und vergeben.
Mir fiel etwas auf, als ich über die Berichte der Kreuzigung nachgedacht habe. Stell dir kurz vor, wie es für Jesus am Kreuz war: Er war schon vorher schwer misshandelt worden. Er hatte den Balken durch Jerusalem geschleppt und war darunter zusammengebrochen.
Er hing an den Nägeln, die durch seine Hände getrieben waren. Das Atmen fiel ihm immer schwerer. Weil die Lungen zusammengepresst wurden. Er rang nach Luft. Die Schmerzen zogen von den Händen und Füßen durch den ganzen Körper. Alle Muskeln waren verspannt, verkrampften sich. Es hätte mich nicht gewundert, wenn Jesus völlig mit sich selbst, seinen Schmerzen, seinem Durst, seinen Qualen beschäftigt gewesen wäre. Klar, er rief nach Flüssigkeit. Er fühlte sich völlig verlassen. Aber da war noch mehr.
Jesus war tief erfüllt von Liebe zu uns Menschen, sein Mitgefühl für uns war noch tiefer als sein eigenes Leiden, seine Schmerzen, seine Angst und sein Durst. Jesu dachte an Vergebung, Gnade + Barmherzigkeit für seine Mörder. Und er vergab ihnen was sie ihm angetan hatten. Neben ihm hingen zwei Mörder. Die hatten das nach damaligem Recht verdient. Der eine bittet Jesus um Hilfe. Jesus verspricht ihm, dass er mit ihm zusammen sein wird im Himmel. Und jetzt redet er mit seiner Mutter Maria und seinem Freund Johannes. Ich staune, wie sehr Jesus da am Kreuz noch an andere gedacht hat. Wie er sie im Blick hatte und sich für sie eingesetzt hat.
Und das zeigt mir, dass hier mehr passiert als die Hinrichtung eines Unschuldigen, der die Mächtigen zu sehr provoziert hat. Hier am Kreuz setzt sich Gott für uns ein. Er denkt an uns. Er erhört unsere Gebete um Vergebung. Er vergibt uns alle Schuld. Selbst die von Mördern. Er verspricht uns, dass wir für immer und ewig zu ihm gehören dürfen. Und er schafft für uns Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Gehörst du zu denen, die Gottes Hilfe und Vergebung annehmen?
2) Zusammenhalt entsteht, wo wir uns von Jesus in eine neue Familie stellen lassen. Jesus sorgt dafür, dass seine Mutter eine neue Familie bekommt. »Frau, das ist jetzt dein Sohn.« Johannes soll sie bei sich aufnehmen: Das ist nun deine Mutter.
Jesus sagt nicht mehr Mutter. Der Tod zerreißt die familiären Beziehungen. Jesus kann nicht mehr für Maria da sein. Die natürliche Mutter-Sohn-Beziehung ist vorbei. Maria soll aber nicht alleine sein in ihrer Trauer und Hilflosigkeit nach dem Sterben von Jesus. Eine neue Familie soll sie auffangen.
Hier entsteht eine neue Gemeinschaft unter dem Kreuz. Jesus schafft sie. Menschen, die nicht verwandt sind, werden zu einer neuen Familie verbunden.
Meistens wird angenommen, dass Jesus das so geordnet hat, damit Maria versorgt ist. Die Familien mussten ja damals für ihre Älteren sorgen. Aber das war bei Maria gar nicht das Problem. Sie hatte noch ein paar andere Söhne. Die hätten sich selbstverständlich um sie gekümmert. Das war ihre Pflicht. Allerdings konnten die Geschwister von Jesus mit ihm nicht so viel anfangen. Sie hielten ihn für verrückt. Sie wären also wohl für Maria jetzt keine große Hilfe gewesen. Johannes hatte wie Maria das Sterben von Jesus miterlebt. Er konnte sie verstehen.
Aber dahinter steckt noch mehr: Durch das Sterben von Jesus werden Menschen enger miteinander verbunden als durch Verwandtschaft. Alle, die seine Hilfe und Vergebung annehmen, werden fest vereint.
Wenn wir uns fragen, was wir eigentlich gemeinsam haben, dann ist das nicht so viel. Vieles unterscheidet uns. Charakter, sozialer Status, Bildung etc. Aber das Wichtigste ist gleich: Das Wunder der Vergebung. Das haben wir so sehr gemeinsam, dass uns das ganz tief verbindet.
Uns verbinden nicht gemeinsame Aktivitäten, Sympathie, christliche Erziehung, gemeinsame Interessen, noch nicht mal eine ähnliche theologische Ausrichtung oder ein ähnlicher christlicher Lebensstil. Leute, darauf können wir nicht bauen. Das schafft vielleicht Cliquen, aber nicht Gemeinschaft. Was wirklich Zusammenhalt, Einheit und Gemeinschaft bringt, ist erlebte Vergebung. Da wo du zugibst, dass du z.B. gelogen hast, oder Menschen verletzt hast, Gott nicht geliebt und ernst genommen hast usw. und wo du gehört hast: Dir sind deine Sünden vergeben. Und da wo Menschen sind, die das Gleiche tun, da passiert das Wunder dieser neuen Familie. „Das Wunder der Vereinigung von Menschen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen, geschieht nur unter dem Kreuz, unter dem Einfluss des Mannes, der für unsere Sünde stirbt. Und in dem Maße, wie wir seine Vergebung in Anspruch nehmen, erfahren wir auch, wie er Gemeinschaft gründet.“ (Ulrich Parzany)
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du durch das Wunder der Vergebung zu Gottes neuer Familie gehörst.
3) Zusammenhalt entsteht, wo wir uns von Jesus beauftragen lassen. Johannes bekommt unter dem Kreuz eine neue Aufgabe. Jesus vertraut ihm seine Mutter an: 27 Und zu dem Jünger sagte er: »Das ist nun deine Mutter.« Von da an nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus.
Möglich, dass Johannes dadurch einen großen Einfluss auf die ganze Familie von Maria bekam. Durch ihn sollen die Geschwister von Jesus Christen geworden sein. Denn die sind ein paar Wochen später in der neu entstandenen christlichen Gemeinde in Jerusalem. Später wird ein Bruder von Jesus – Jakobus – sogar einer der Leiter der Gemeinde. Vielleicht hat Johannes tatsächlich in dieser Familie eine entscheidende seelsorgerliche Rolle gespielt.
Wichtig für uns ist: Unter dem Kreuz bekommen wir eine neue Aufgabe. Wir erleben Gottes Liebe und geben sie weiter. Das gehört zusammen. Martin Luther: „Darum müssen wir dieses Wort, obgleich Christus zu Maria und Johannes allein redet, auch einen allgemeinen Befehl sein lassen für alle Christen und die ganze Kirche, dass wir alle untereinander (weil Christus am Kreuz hängt und uns alle durch seinen Tod von Sünde und Tod erlöst) sollen sein wie Mutter und Sohn, die einander herzlich lieb haben, und helfen und raten, womit sie nur können.“
Jesus sagt zu uns über die anderen Christen: Das ist dein Bruder, deine Schwester, dein Sohn, deine Tochter, deine Mutter, dein Vater.


Was ist jetzt deine neue Aufgabe in Zeiten von Corona? Was kannst du zum Zusammenhalt beitragen?
• Wir alle sind durch Corona besonders herausgefordert. Wir müssen mehr miteinander reden. Hören wie es den anderen geht. Aufeinander achten, damit keiner unversorgt oder allein ist.

Wie gut, dass Gott jetzt nicht auf Abstand geht. Gerade weil es den Guten Freitag gegeben hat. Weil Jesus Gott und uns zusammenbringt. Darum gilt das, was Gott schon durch seinen Propheten Jesaja vor 2600 Jahren gesagt hat (Jesaja 41, 10). In der Krise brauchst du Gottes Stimme für dich ganz persönlich. Hör das für dich. Setz deinen Namen ein. Gott sagt zu dir: Hab keine Angst, ich bin bei dir. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich.
Jetzt möchte ich Euch noch gern auf ein tolles Lied zu Karfreitag aufmerksam machen. Ihr findets bestimmt auch bei Youtube:
Allein durch Gnade steh ich hier vor deinem Thron, mein Gott, bei dir. Der mich erlöst hat, lädt mich ein, ganz nah an seinem Herz zu sein. Durchbohrte Hände halten mich. Ich darf bei dir sein ewiglich.
Mutig komm ich vor den Thron, freigesprochen durch den Sohn. Dein Blut macht mich rein, du nennst mich ganz dein. In deinen Armen darf ich sein.
Seht doch, wie herrlich Jesus ist, der alle Schönheit übertrifft. Die Liebe in Person ist hier, gerecht und treu steht er zu mir. All unser Lob reicht niemals aus, ihn so zu ehrn, wie’s ihm gebührt.
Das ist der Grund, warum wir feiern: Wir sind befreit, er trug das Urteil. O, preist den Herrn, preist den Herrn! Er hat für meine Schuld bezahlt.

Wie gut, dass Jesus das am Guten Freitag für uns getan hat.
Bleibt behütet, Euer Bernd

13.3.2020: Einer trage des andern Last

Wie schnell sich doch die Stimmung in einer Gesellschaft ändern kann! Inzwischen ist Corona zum dominantesten Thema geworden und entgegen aller Vernunft bestimmen „Hamsterkäufe“ den Alltag: leergekaufte Lebensmittelregale, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier sind Mangelware. Und wir Christinnen und Christen? Nein, wir sind in der Regel keine Spezialisten in Sachen Viruserkrankungen und vor Ansteckungen wahrlich nicht gefeit. Und doch meine ich, dass wir in diesen Tagen mit Gottes Hilfe einen Unterschied machen können: wir wissen unser Leben in Gottes Hand geborgen – wir mögen Angst haben, ja! Aber die Angst hat bitte nicht uns! Wer nicht angstbesetzt reagiert, gerät auch nicht in Panik. Jetzt hilft es, mit Gottes Hilfe den Blick zu heben und die Menschen um uns zu sehen. Wer braucht Hilfe? Wen darf ich trösten? Wo kann ich wertschätzen, was politisch Verantwortliche, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeitende in Kindertagesstätten, Schulen und Altenheimen in diesen Tagen leisten? Wo bieten wir vielleicht einen Einkaufsdienst für ältere Menschen an, so dass diese zuhause bleiben können?

Und lasst uns über den eigenen Herausforderungen die Ärmsten der Armen, etwa in Idlib, auf den griechischen Inseln, im Niemandsland zwischen der Türkei und Griechenland dabei bitte nicht vergessen.

Wir tragen Lasten, weil Jesus Christus unsere Last trägt. Dieses Wort gilt nicht nur an sorgenfreien Sonntagen, es gilt JETZT. Auch heute gilt: seid ansteckend in Liebe, Wertschätzung und begründeter Hoffnung.

Michael Diener

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an Mich! Joh, 14, 1.

Vor der ungewissen Zukunft: Gott vertrauen! In den ausweglosen Lagen: Gott vertrauen! An den hoffnungslosen Tagen: Gott vertrauen! In den angsterfüllten Stunden: Gott vertrauen!
1. Worte, die das Fürchten lehren, Krisen, die die Angst vermehren, Mauern, die die Sicht verbauen, Pläne, die wir nicht durchschauen. Menschen, die uns Angst einjagen, Nöte, die sich überschlagen, Dramen, die uns sprachlos machen, Sorgen, die zu schaffen machen.
Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.
2. Aufbruch in das Unbekannte, Schatten wirft das Ungeplante, Abschied, der uns endlos schwerfällt, Zweifel, der das Herz zutiefst quält. Fehler, die man nie verzieh‘n kriegt, Schuld, die schon so lang zurückliegt, Hoffnung auf den neuen Anfang, Ängste, weil er so oft misslang.
Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.
Vor der ungewissen Zukunft: Gott vertrauen! In den ausweglosen Lagen: Gott vertrauen! An den hoffnungslosen Tagen: Gott vertrauen! In den angsterfüllten Stunden: Gott vertrauen!

Liebe Leser, mit diesem Liedtext von Heiko Bräuning möchten wir euch in unsicheren Zeiten Mut, Zuspruch und Hilfe geben. Gott verspricht uns: Werft euer Vertrauen nicht weg, es hat eine große Belohnung.

17.03.2020: Wofür wir beten können

Wofür können wir beten?
• Wir beten für erkrankte Menschen, dass sie die heilende Hilfe Gottes erfahren
und Sein Friede in ihrem Leben regiert.
• Wir beten für die Eindämmung und Überwindung des Virus.
• Wir beten für Verantwortungsträger, dass sie verantwortungsvolle und richtige
Entscheidungen treffen.
• Wir beten für das medizinische Personal in Krankenhäusern, dass sie
physische und mentale Kraft haben in dieser Belastung.
• Wir beten für unsere Kirchen und Gemeinden, dass sie offene Augen und
helfende Hände haben für Menschen, die jetzt Unterstützung brauchen.
• Wir beten für die Menschen in unserem Land, dass sie sich mit ihren Fragen
und Ängsten in dieser Situation an Gott wenden.
• Wir beten, dass Christen als Hoffnungsträger und Ermutiger auffallen.
Und wir vergessen im Gebet nicht die vielen anderen Brandherde und notvollen
Situationen auf dieser Erde. So viele Menschen brauchen die Hilfe, den Trost und
den Frieden Gottes!
Wir sind dankbar für alle medizinische und pflegerische Hilfe, ebenso für alle
Kompetenz der Epidemiologen und Virologen.
Über allem glauben wir an den Gott, der als Schöpfer Himmels und der Erde
alle Macht in Seinen Händen hält. Darum wenden wir uns voller Vertrauen an
IHN.
Deshalb können wir Hoffnungsträger in dieser Welt sein und Menschen ermutigen.
Eine tolle Chance, unseren Glauben sichtbar werden zu lassen

17.03.2020: Bibelstunn to Huus - Gottes Volk wird bewahrt